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On the run across the world

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  • 7 Tage, 7 Emirate & das Sultanat Oman

    März 9th 2012

    By: mattg

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    Montag, der 20.02.2012

    An diesem Montag begann diese zwar eigentlich nur kurze Reise, welche allerdings durch zahlreiche spannende Erlebnisse, Höhepunkte und neue Bekanntschaften zu einer wirklich sehr besonderen wurde. Ich hätte mir damals bei der Buchung des 6700km langen Fluges nie vorstellen können, zum Beispiel dem größten Fernsehsender der UAE „Abu Dhabi TV“ ein Interview für die Abendnachrichten zu geben, oder den Scheich von Fujairah (einer der 7 Emirate) zu treffen.

    Aber nun der Reihe nach.

    Zuerst ging es heute nach Berlin, auch wenn der Flug erst einen Tag später abging. In Deutschland war allerdings noch Winterwetter und zur Sicherheit wollte ich schon etwas früher in unserer schönen Hauptstadt sein. Die Fahrt dauert fast den ganzen Tag und somit war es schön mit einer guten Freundin den Abend in einer der zahlreichen Berliner Cocktailbars ausklingen zu lassen. Jaja.. Und es war ausnahmsweise kein Mojito!;)

    Dienstag, der 21.02.2012

    Abends um 21:35 Uhr ging es von dem Flughafen Berlin- Tegel nach Abu Dhabi. Der Flug war pünktlich, auch wenn es tagsüber noch kräftig geschneit hatte.

    Mittwoch, der 22.02.2012

    Nach sechseinhalb Stunden landeten wir um 6 Uhr morgens mit 3 Stunden Zeitverschiebung in Abu Dhabi, nach dem wir zuvor über Anatolien, den Irak, Kuwait, Bahrain und Qatar geflogen waren. Die Einreise war unkompliziert und schnell, wie das Mieten des Autos. Zuerst wollten die mir einen Chevrolet mit Schaltung andrehen, aber das habe ich ja schon 2 Tage nach der Fahrschule wieder verlernt (manchmal frage ich mich sogar, ob ich es jemals konnte). Glücklicherweise hatten sie noch ein größeres Modell mit Automatikschaltung. Ich hatte schon Angst gehabt…:)

    Vom Flughafen ging es sofort 200km durch die Wüste in die Wüstenstadt Al Ain:

    Eingang zur Al Ain Oase

    Eingang zur Al Ain Oase

    Toter Rochen am Strand von Fujairah

    Toter Rochen am Strand von Fujairah

    Donnerstag, der 23.02.2012

    Von Fujairah ging es heute entlang des Golfes von Oman Richtung Süden zu den nördlichsten Mangroven der Welt.

    Im Hintergrund ist Fujairah zu sehen, der Strand ist eher unspektakulär

    Im Hintergrund ist Fujairah zu sehen, der Strand am Golf von Oman ist eher unspektakulär

    (23.02.12)Auf dem Weg nach Ain Al-Ghamour(Schwefelquellen)klein

    Karge Berglandschaft an der Grenze zum Oman

    (23.02.12)Auf dem Weg von Ain Al-Ghamour(Nahe omanischer Grenze)klein

    (23.02.12)Berglandschaft(Ain Al-Ghamour)klein

    Allgemein

  • Ein Wochenende im Nationalpark Eifel

    Okt. 25th 2010

    By: mattg

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    Hier mal ein kleiner Fotoauszug von einem Wochenende in dem Nationalpark Eifel, der im Herbst wirklich sehenswert ist:

    (24.10.10)Nationalpark Eifel(Burg Vogelsang-Eifel)klein

    Man beachte die Warnungen…

    (24.10.10)Nationalpark Eifel(Weg von Wollseifen nach Vogelsang)klein

    (23.10.10)Rurtalsperre(nahe Heimbach-Eifel)klein

    (23.10.10)Flusslauf der Rur(nahe Heimbach-Eifel)klein

    (23.10.10)Ufer der Rur(nahe Heimbach-Eifel)klein

    (24.10.10)Ausblick von Dreiborner Hochfläche(bei Wüstung Wollseifen)klein

    (24.10.10)Nationalpark Eifel(Ausblick von Burg Vogelsang)(2)klein

    (24.10.10)Nationalpark Eifel(Ausblick von Burg Vogelsang)(3)klein

    (24.10.10)Nationalpark Eifel(Ausblick von Burg Vogelsang)(4)klein

    (24.10.10)Nationalpark Eifel(Ausblick von Burg Vogelsang)klein

    (24.10.10)Hagebuten(Weg Wollseifen Vogelsang-Eifel)klein

    (24.10.10)Nationalpark Eifel(Aussicht Weg von Wollseifen nach Vogelsang)klein

    (24.10.10)Nationalpark Eifel(Aussicht Weg von Wollseifen nach Vogelsang)(2)klein

    Neben der Natur ist im Nationalpark aber auch das ehemalige Trainingsgelände „Vogelsang“ sehenswert. Es wurde Anfang der 40iger unter Hitler aufgebaut und später von den Briten bzw. von den Belgiern bis 2005 als Truppenübungsplatz benutzt.

    Eingang zur "Burg Vogelsang"

    Eingang zur "Burg Vogelsang"

    Der Fackelträger symbolisierte im Dritten Reich, den perfekten Mann, der als erstrebenswert galte

    Der Fackelträger symbolisierte im Dritten Reich, den perfekten Mann, der als erstrebenswert galte

    Vieles ist noch auf französisch..

    Vieles ist noch auf französisch..

    Tank- und Waffenlager

    Tank- und Waffenlager

    Schade, dass der Liter Benzin nicht immernoch 1 DM kostet...

    Schade, dass der Liter Benzin nicht immernoch 1 DM kostet...

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  • Einen Tag im Krisenstaat Kosovo/Republika e Kosovës

    Aug. 22nd 2010

    By: mattg

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    Am 11.6.2010 stand ein kleiner Ausflug von der mazedonischen Hauptstadt Skopje in den Kosovo an.. Genauer gesagt in die Hauptstadt Kosovos Pristina. Der Kosovo als Land ist kaum älter als zweieinhalb Jahre und ist damit das jüngste Land Europas. Nach dem Kosovokrieg ist dieser Teil Europas verstärkt in die negativen Schlagzeilen gekommen, denn es sind etliche Kinder getötet worden. Hauptsächlich serbische..

    Am frühen Morgen ging es also vom Busbahnhof in Skopje los, in einem extrem antiquitierten Mercedesbus, indem man leider keine Klimaanlage erwarten durfte… Und das bei 35*C.

    Reiseroute

    Reiseroute auf Reise 6 (9.6.-14.6.)

    Nach kurzer Zeit erreichten wir die mazedonisch-kosovarische Grenze. Obwohl die Einreise lange gedauert hat, gab es keine Probleme.. Auch wenn der Blick des kosovarischen Grenzbeamten mich mit fragenden Augen angesehen hat, aus denen man soviel ablesen konnte, wie: “ Bist du sicher das du dieses Land sehen willst?“. Ja, ich wollte… Erste Impressionen auf dem Weg in die Hauptstadt:

    Schrottbeladener Laster

    Schrottbeladener Laster

    Unerwartet schöne Landschaft, inder noch vor sehr kurzer Zeit Krieg herrschte

    Unerwartet schöne Landschaft, inder noch vor sehr kurzer Zeit Krieg herrschte

    Nach der Ankunft in Pristina erwartete mich eine Stadt, die aus einer einzigen riesigen Baustelle besteht. Die Strassen werden mit EU-Unterstützung wieder erneuert, es werden neue Häuser gebaut, kaum ein Platz an dem keine Bauarbeiten zu sehen sind. Ansich gibt es deshalb auch nicht viel zu sehen in der Stadt, schließlich wurde sie vor wenigen Jahren ja auch schwer zerstört.

    Pristina:

    Bill Clinton Straße; es ist deutlich sichtbar, wie viel gebaut wird und wie chaotisch es ist..

    Bill Clinton Straße; es ist deutlich sichtbar, wie viel gebaut wird und wie chaotisch es ist..

    Das Zentrum von Pristina

    Das Zentrum von Pristina

    Nationalbibliothek vom Kosovo.. Dieses Gebäude ist wahrscheinlich das einzig architektonisch bewundernswerte Bauwerk in Pristina

    Nationalbibliothek vom Kosovo.. Dieses Gebäude ist wahrscheinlich das einzig architektonisch bewundernswerte Bauwerk in Pristina

    (11.6.2010)Nationalbibliothek Kosovo(Pristina)(2)klein

    Die älteste Moschee Pristinas, Charshise

    Die älteste Moschee Pristinas, Charshise

    Ein Fahrzeug der UN... Eines von extrem vielen.

    Ein Fahrzeug der UN... Eines von extrem vielen.

    Eigentlich würde ich gerne auch die Lautstärke von Pristina vermitteln, aber vermutlich würden die Lautsprecher beschädigt werden. Es herrscht ein ohrenbetäubender Lärm, denn es vergehen meist kaum 2 Min. und schon rast die nächste Delegations- oder Polizeikolonne mit Sirene und aus den Fenstern der Jeeps schauende Gewehrläufe vorbei… Dieses Bild vermittelt einem keineswegs das Gefühl, dass der Kosovo schon sicher sein soll.. Die Gewehre werden meist von muskelprotzenden in schwarzen Anzügen gekleideten Herren getragen, die natürlich auch noch eine große verspiegelte Sonnenbrille tragen.

    Kosovarisches Parlament

    Kosovarisches Parlament; nicht ganz so prunkvoll wie der Bundestag oder das Capitol..

    Trauerbriefe am Parlament; dieses Land hat spürbar noch nicht endgültig die Schmerzen des Krieges überwunden..

    Trauerbriefe am Parlament; dieses Land hat spürbar noch nicht endgültig die Schmerzen des Krieges überwunden..

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    Albanische, kosovarische und europäische Flaggen über der Straße

    Albanische, kosovarische und europäische Flaggen über der Straße

    Parade durch die Innenstadt

    Parade durch die Innenstadt

    Ich hätte zwar gerne gewusst, warum diese kleine Parade stattgefunden hat, aber weder die spanischen Polizisten, die den Zug begleiteten wussten was für einen Anlass sie hatte, noch wussten es die an der Seite stehenden Bundeswehrsoldaten.. Tja, hauptsache es gibt eine Parade!

    Freiheitssymbol des Staates Kosovo; vergleichbar mit der Liberty Statue in New York

    Freiheitssymbol des Staates Kosovo; vergleichbar mit der Liberty Statue in New York

    „New Born“ soll hier für den neugeborenen Staat Kosovo stehen. (11.6.2010)Innenstadt(Pristina)klen

    OSCE Hauptquartier für die Mission Kosovo

    OSCE Hauptquartier für die Mission Kosovo

    Palast der Jugend; die 2. architektonische Attraktion der Stadt..

    Palast der Jugend; die 2. architektonische Attraktion der Stadt..

    Im Hintergrund die "American School of Kosova"

    Im Hintergrund die "American School of Kosova"

    Blick in einen Hinterhof im Zentrum

    Blick in einen Hinterhof im Zentrum

    Da ich weniger Zeit in Pristina für das Sightseeing gebraucht hatte, als ursprünglich gedacht, machte ich noch einen kleinen Abstecher in eines der vielen Wohnblockviertel..

    Einsicht in einen Wohnblock

    Einsicht in einen Wohnblock

    (11.6.2010)Wohnblocks am Stadtrand(Pristina)klein

    Statue von Bill Clinton an der Bill Clinton Straße

    Statue von Bill Clinton an der Bill Clinton Straße

    Im Hintergrund sieht man deutlich das Graffiti an der Wand, welches nicht gerade Sympathie für die EULEX Mission bzw. die EU ausdrückt.

    Bill Clinton Blvd.

    Bill Clinton Blvd.

    Kein schöner Ort zum Wohnen

    Kein schöner Ort zum Wohnen

    Der Rückweg war glücklicherweise wesentlich bequemer, da wir einen neueren Bus mit Klimaanlage erwischten.. Und so ging es in 3 Stunden wieder zurück in die mazedonische Hauptstadt.

    Grenzübergang Kosovo-Mazedonien

    Grenzübergang Kosovo-Mazedonien

    Zusammenfassend würde ich sagen, dass sich eine Reise in den Kosovo zwar lohnt, aber nicht wirklich in die Hauptstadt. Sie ist einfach nur chaotisch, dreckig und kriminell.. Eine wirkliche Altstadt besitzt sie leider auch nicht mehr…

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  • Ausflug nach Mostar (Мостар) in Bosnien-Herzogowina

    Juli 7th 2010

    By: mattg

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    Eigentlich war der Ausflug nach Mostar ein Witz, da ich viel zu wenig Zeit für die Reise dorthin hatte. Dennoch wollte ich mir die Stadt auf dieser Reise nicht entgehen lassen und so nahm ich die 6 stündige Busfahrt von Split/Kroatien auf mich, obwohl ich zuvor schon 6 Stunden im Bus von Zadar/Kroatien nach Split gesessen hatte. Ich kam um ca. 22.30 Uhr in Mostar an und war sehr froh um den Abholservice der Unterkunft, denn die Stadt sah nicht wirklich vertrauenserweckend bei Nacht aus. Kein Wunder, vor 15 Jahren war es ein Ort des Terrors. Vergewaltigungen und Hinrichtungen waren an der Tagesordnung. Bis die NATO eingriff…

    4.6.2010 Mostar/Bosnien-Herzogowina

    Der Tag begann früh, da ich wie oben schon erwähnt kaum Zeit hatte. Der nächste bzw. der fast einzige Bus an diesem Tag zurück nach Split sollte Mostar um 10 Uhr verlassen. Sightseeing war also im Zeitraum von 6 bis 9.30 Uhr anberaumt. Also, los ging es in aller Frühe..

    Zuerst einmal werde ich die Fotos zeigen, die die noch immer sehr deutlichen Kriegsspuren vom Bosnienkrieg (1992-1995) zeigen. Teilweise ist es schwer vorstellbar, dass in alleine in dieser Stadt abertausende von Menschen, darunter viele Kinder massakriert und vergewaltigt wurden.

    Konträres Bild: Wiederaufgebaute und renovierte Häuser wechseln sich von immer noch zerstörten Gebäuden ab

    Konträres Bild: Wiederaufgebaute und renovierte Häuser wechseln sich von immer noch zerstörten Gebäuden ab

    Eine der unzähligen Ruinen mit Einschusslöchern im Zentrum

    Eine der unzähligen Ruinen mit Einschusslöchern im Zentrum

    Durchlöchertes Strassenschild

    Durchlöchertes Strassenschild
    An dieser Wand sind neben den Einschusslöchern auch geschriebene Wünsche zu sehen, die den alten Diktator Titos zurück wünschen..

    An dieser Wand sind neben den Einschusslöchern auch geschriebene Wünsche zu sehen, die den alten Diktator Titos zurück wünschen..

    Müllprobleme gehören zum Alltag; Nebenstraße in Mostar

    Müllprobleme gehören zum Alltag; Nebenstraße in Mostar

    Dieses Gebäude erweckt den Eindruck, als ob es einmal eine wichtige Funktion gehabt hat- nun liegt es in Trümmern..

    Dieses Gebäude erweckt den Eindruck, als ob es einmal eine wichtige Funktion gehabt hat- nun liegt es in Trümmern..

    Schon am gestrigen Abend passierten wir mit dem Bus einen Friedhof der selbst in Dunkelheit der Nacht imposant aussah. Diesen wollte ich nun noch einmal bei Tageslicht sehen und war nach einem viertelstündigen Gang aus dem Zentrum erschrocken und erstaunt zugleich, als ich  ihn vor mir liegen sah. Die Größe dieses Friedhofes war unbeschreiblich.. Wie viele Menschen hier wohl beerdigt waren? Die Grabsteine zeigten, dass die meisten Begrabenen zwischen 1992-1995, also während des Krieges hier beerdigt wurden.. Darunter viele junge Menschen, manche nicht älter als 20.

    Der Friedhof ist übrigens nur einer von vielen, die um die Stadt verstreut liegen.. Alle haben eine Größe, die im Verhältnis zur Einwohnerzahl  (75.000 (!!)) überdimensional groß erscheinen.

    Ein kleiner Ausschnitt von einem dieser Friedhöfe.. Diesen Fotoausschnitt muss man mit ca. 5 multiplizieren, um auf die reale Größe des Friedhofes zu kommen.. Erscheckend?!

    Ein kleiner Ausschnitt von einem dieser Friedhöfe.. Diesen Fotoausschnitt muss man mit ca. 5 multiplizieren, um auf die reale Größe des Friedhofes zu kommen.. Erscheckend?!

    (4.6.2010)Islamischer Friedhof ausserhalb der Altstadt(Mostar)klein

    Der von mir besuchte Friedhof, war ein islamischer, aber das ist in Bosnien nichts ungewöhnliches…

    Auf dem Rückweg zurück ins Zentrum:

    Einer der vielen Strassenhunde

    Einer der vielen Strassenhunde

    So, und nun werde ich natürlich noch Fotos von der unbeschreiblichen Schönheit der Altstadt zeigen, die sich definitiv sehen lassen kann.. Auch wenn ich leider nur einen Bruchteil fotografieren konnte, da die Sonne am frühen Morgen noch nicht in den engen Gassen geschienen hat..

    Blick über Alt- und Neustadt von Mostar

    Blick über Alt- und Neustadt von Mostar

    Blick über Alt- und Neustadt; gut sichtbar sind einige Ruinen..

    Blick über Alt- und Neustadt; gut sichtbar sind einige Ruinen..

    Kiosk

    Kiosk, auch hier sind Einschusslöcher im Gebäude dahinter zu erkennen

    Die beeindruckende Altstadt

    Ein Gebäude in der beeindruckende Altstadt

    Ja, auch Bosnien-Herzogowina hat sehr schöne Seiten..

    Ja, auch Bosnien-Herzogowina hat sehr schöne Seiten..

    "Stare Most"; die Attraktion in Mostar, wurde mit westlichen Finanzmitteln bis 2008 wieder aufgebaut

    "Stare Most"; die Attraktion in Mostar, wurde mit westlichen Finanzmitteln bis 2008 wieder aufgebaut

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    Leider verging die Zeit, wie im Fluge und so befand ich mich um 10 Uhr morgens schon wieder auf dem Rückweg nach Kroatien..

    Bosnische Bergwelt vor der Grenze zu Kroatien

    Bosnische Bergwelt vor der Grenze zu Kroatien

    Zu Kroatien folgen natürlich in Kürze auch noch Fotos, sowie zu den Reisen nach Bulgarien, Mazedonien etc..

    Allgemein

  • Україна/Ukraine Mai 2010

    Mai 28th 2010

    By: mattg

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    Auf ins 37igste Land! Wohin? Ukraine! Warum nicht nach Mallorca? 100 mal gesehen! Oma wohnt da. Na, wenn du mal wieder heil nach Deutschland zurück kommst.. Und da bin ich wieder, frisch und munter bereit für die nächsten Länder! Viel Spaß beim Lesen des Blogs.


    Dieses Mal geht es also in die Ukraine bzw. nach Odessa, die Krim mit Jalta, Sevastopol und Simferopol und auf dem Rückweg nach Kiev der Hauptstadt der Ukraine.

    Angefangen hat alles an einem typischen norddeutschen Regentag, 12 Grad, keine Sonne und starker Wind. Mein Flug sollte um 21.25 Uhr vom Lübecker Flughafen starten und um 00:40 Uhr ukrainischer Zeit in Kiev landen. Der Flug verlief mehr oder weniger ruhig, bis auf das wir einige turbulente Phasen hatten, die aber nur zu der Zeit auftraten, als ich die Toilette aufsuchen musste..

    Um Viertel vor eins setzten wir dann auf ukrainischem Boden auf und wurden von einer lauen Sommernachtsluft empfangen. Man brachte uns per Bus zu den Terminals, wo sich die Passkontrolle befand. Hierzu muss man ein Formular ausfüllen, wo man während seines Aufenthaltes wohnt, was der Grund der Reise ist etc. Man kennt es aus Amerika, bloß vermisst man die dummen Fragen, ob man vorhätte eine faschistische Partei zu gründen etc. Durch die endlos lange Schlange bei der Einreise, erhielt ich den ukrainischen Stempel nicht vor zwei Uhr.. Er sieht genauso wie der moldawische aus, bloß ist er rot statt grün.

    Die verbleibende Nacht verbrachte ich nun auf einer der gemütlichen Stahlbänke, da ich um 6.30 Uhr den Bus nach Odessa nehmen wollte. Dieser sollte vom Flughafen abfahren. Wenig verwunderlich war allerdings, dass um 6.45 Uhr der Bus nach Odessa immernoch nicht aufgetaucht war, denn schließlich waren wir jetzt in der Ukraine! Was man von diesem Land im Internet findet, gibt es in der Realität nur in den seltensten Fällen. Nun fing die Improvisation an.. Da nur sehr wenig Menschen in diesem Teil von Europa Englisch sprechen, hatte ich ein paar Wörter in russisch gelernt. So auch das Wort автовокзал, was soviel wie Busbahnhof bedeutet. Diesen wollte ich nämlich nun in Kiev finden, um von dort nach Odessa zu gelangen. Ohne große Umstände fand ich ihn auch nach der einstündigen Fahrt durch den wahnsinnigen Berufsverkehr der Millionenmetropole Kiev. Über Bürgersteige und die Gegenfahrspur gab der Busfahrer sein bestes möglichst schnell zu sein, da ich der einzige Fahrgast war und er sicher schnell wieder zurück zum Flughafen wollte, um eine neue Tour mit mehr Fahrgästen zu fahren.

    An dem Bushauptbahnhof angelangt, war ich mit einem Blick auf den Fahrplan sehr beglückt einen VIP Bus zu finden der Kiev um 8.45 Uhr verlassen und um 15.30 Uhr ankommen sollte. Der VIP kostete 18 Euro und war ein wahrer Luxus. Beinfreiheit hatte man quasi bis zum Fahrer und eine Stewardess war auch an Bord.

    Die Fahrt führte über die sehr flache und von Feldern übersähte Landschaft auf der schnurgeraden ukrainischen A7 nach Odessa in den Süden der Ukraine. Das Wetter war schon jetzt erstklassig, 25 Grad und praller Sonnenschein. Top! Die gute Laune überwältigte die Müdigkeit und mit Musik von Inna und anderen osteuropäischen Sängern ging es die 400km südwärts.

    Odessa/Одеса

    In Odessa erwartete mich schon ein reichlich chaotischer Busbahnhof, der vollkommen überlaufen von Menschen war. Händlern, Betrüger, Taxifahrer die händeringend nach Kundschaft suchten etc. Einen von ihnen fragte ich in welche Richtung ich gehen müsste, um auf das Zentrum zu stossen, da kam die Antwort „far far away, no possible“, „taxi, taxi да!!!“ Das sollte heißen, dass ich ohne ihn und sein Taxi in naher Zukunft nicht die Innenstadt erreichen sollte.. Da ich auf keiner allinklusive Reise war, sondern auf Abenteuerreise, nahm ich mir vor trotz der vermeintlich langen Strecke zu Fuss zu gehen.

    Auf dem Weg kamen plötzlich sechs Straßenhunde aus einer Seitenstraße und bewegten sich zielsicher auf mich zu. Damn it. Knurrend und zähnefletschend waren sie also schnell bei mir und hatten wohl gerochen, das ich etwas nervös bei diesem Anblick geworden bin. Trotz meiner Ignoranz den Hunden gegenüber, befand der Anführer der sechs es für sinnvoll mich zu attackieren und biss in meine linke Wade.. bzw. glücklicherweise nur fast. Was wäre auch passiert, wenn er statt meiner Jeans sich ins Fleisch gebissen hätte. Der Gedanke wurde schnell verdrängt, schließich hätte das wirklich schlecht ausgehen können. Schließlich sind die Hunde jedoch abgedreht und ich erreichte schon nach einer halben Stunde meine Unterkunft in der Innenstadt. Wow, ich hatte das Unmögliche geschafft und war vom Busbahnhof ins Zentrum gegangen! GEGANGEN!! Ohne zu verdursten oder andere Leidenserscheinungen hinnehmen zu müssen. Also ein guter Tipp, nehme niemals ein Taxi in Osteuropa, was an einem Flughafen, Busbahnhof, Bahnhof steht. Abzocker!

    Erster Tag Seightseeing (8.5.2010)

    Heute machte ich mich auf den Weg die Hauptattraktionen der Stadt zu sehen, von denen ich wirklich beeindruckt war. Insbesondere die Oper von Odessa ist ein Bauwerk, dass besondere Aufmerksamkeit verdient.

    Ich lasse ab hier mal die Bilder für sich sprechen:

    Die Oper von Odessa

    Die Oper von Odessa

    Oper von Odessa

    Oper von Odessa

    Einkaufspassage im Hinterhof

    Einkaufspassage im Hinterhof

    Keine Spur von Sowjetarchitektur im Zentrum

    Keine Spur von Sowjetarchitektur im Zentrum

    (8.5.2010)Tolstoj Haus22(Odessa)(2)klein

    (8.5.2010)Tolstoj Haus22(Odessa)klein

    Treppe aus berühmten Film

    Potemkinsche Treppe (bekannt aus einem berühmten Film), leider ist sie durch die Siegesfeierveranstaltung kaum zu sehen

    Seitenstraße in der Innenstadt

    Seitenstraße in der Innenstadt

    Fassaden

    Fassaden

    Kriegsdenkmal mit Sowjetstern

    Kriegsdenkmal mit Sowjetstern

    Orthodoxe Kirche im Zentrum

    Orthodoxe Kirche im Zentrum

    Am Nachmittag ging es noch per Straßenbahn an den Strand von Odessa.

    Badebucht

    Badebucht

    Tag 3 (9.5.2010)

    Der dritte Tag war wettertechnisch nicht mehr so schön wie die vorherigen und so entschied ich mich dafür, die Strände von Odessa weiter zu erkunden, da ich das Stadtzentrum gesehen hatte.

    Badebucht in Odessa

    Badebucht in Odessa

    (9.5.2010)Strandpromenade(Odessa)(3)klein

    Promenade

    Promenade

    Die Promenade sieht gänzlich anders aus, als jene auf Mallorca oder in anderen westlichen Ferienzielen. Man muss jedoch bedenken, dass hier auch schon seit einigen Jahrzehnten nichts mehr investiert wurde. Die meisten Ukrainer die überhaupt genug Geld haben, um von der Arbeit frei zu nehmen, fahren eher auf die Krim oder nach Sochi in Russland.

    Gegen Nachmittag habe ich mich dann Richtung Unterkunft aufgemacht, um pünktlich meinen Nachtzug nach Simferopol auf die Krim zu bekommen.

    Nachdem ich meine Sachen in der Unterkunft zusammen gepackt hatte, ging ich die kurze Strecke zum Bahnhof. Das Bahnhofsgebäude ist ein weiteres sehr sehenswertes Gebäude, allerdings habe ich kein Foto davon machen können, da mir zu viele misteriöse Gestalten im Bahnhof rumhingen. Meine schöne Canon 50D wollte ich schließlich gerne wieder mit zurück nach Deutschland nehmen.

    Mein Zug nach Simferopol stand schon bereit und ich hatte es am Tag zuvor sogar geschafft das Ticket zu kaufen. Mit einem Zettel auf dem in kyrillischen Buchstaben der Zielort, Datum und Reiseklasse geschrieben stand, ging ich zum Schalter und siehe da, in weniger als 5 min. hielt ich mein Schlafwagenticket in der Hand. Super! Kosten 147 UAH bzw. 14€! Also ging es direkt zu meinem Wagon und nach der Kontrolle an den Türen des Zuges in mein Abteil. Es war ein Vierer-Abteil indem es zwei Doppelbetten gab. Meine Mitfahrer war eine Familie, dessen Sohn ungefähr 12 Jahre alt war und nachdem er festgestellt hatte das ich in der Tat nicht aus der Ukraine oder Russland kam, erklärte er mich wahrscheinlich zum Marsmännchen. Seine Augen zeigten eine Mischung aus Ungläubigkeit, Erstaunen und Begeisterung. Er beobachtete mich noch den ganzen Abend, wie ich so lebte und Abendbrot aß.

    Die Zugfahrt dauerte 14 Std. für ca. 400km! Das kam mir aber durchaus zu Gute, denn der Zug kam erst um 7.45 Uhr an und das war eine humane Zeit zum Aufstehen.

    An dieser Stelle möchte ich auch nochmal ein ausdrückliches Lob an die ukrainische Bahngesellschaft aussprechen! Pünktlich auf die Minute, günstiger Preis, Komfort der Betten war ok, das Abteil war sauber bloß der Wasserhahn auf dem WC funktionierte nicht. Nichtsdestotrotz besser als die Deutsche Bahn!

    Tag 4 (10.5.2010) Ankunft in Simferopol, anschließende Reise nach Ялта/Jalta

    Ankunft in Simferopol war um 7.45 Uhr. Leider war das Wetter wieder schlecht und es hat sogar geregnet.. Wenigstens war es trotzdem warm. Die Pläne für den heutigen Tag sahen so aus, mit dem Trolleybus die längste Oberleitungsstrecke (ca. 140km) zu fahren, was um die 3 Stunden dauern sollte. Der Bus war um die 30-40 Jahre alt und fuhr also per Oberleitung 140km durch die Berge der Krim. Das ist schon sehr interessant. Drei Mal gab es ein merkwürdiges Piepen und der Fahrer musste aufs Dach steigen, um die Stromabnehmer wieder zu richten, damit der Bus wieder Strom hatte. Selten so umweltfreundlich gefahren! Kosten der Fahrt 1,20€.

    Man kann es sich kaum vorstellen, aber laut ukrainischem Touristenamt wurde während der UDSSR die Strecke auch nur elektrifiziert, um die Umwelt zu schonen! Gut, damals fuhren die Buse auch alle 5min., denn sie schafften die Millionen Touristen aus der gesamten Sowjetunion nach Jalta, die im Kommunismus gesetzlichen „Pflichturlaub“ bekommen hatten. Simferopol diente hier als Verkehrsknotenpunkt, da hier ein großer Bahnhof und ein Flughafen ist. Die letzten Kilometer bis zur Schwarzmeerküste war dann eine Art Umweltzone eingerichtet worden, um den Menschen die aus Moskau oder Sankt- Peterburg kamen, einen kurzen Uralub an der für sie ungewohnten sauberen Luft zu ermöglichen.

    Jalta liegt in subtropischen Gefilden. Das fällt einem zwar nicht in den folgenden Fotos auf, doch in der Realtität ist es unvorstellbar, wie viele verschiedene, bei uns gar nicht bekannte, Baumarten und Buscharten es gibt. Auch die Luft riecht ganz ungewohnt. Es ist feucht und warm..

    Promenade von Jalta

    Promenade von Jalta

    Oper von Jalta

    Oper von Jalta

    Küste bei Jalta auf dem Weg zum Schwalbennest

    Küste bei Jalta auf dem Weg zum Schwalbennest

    Sowjetische Prunkbauten

    Sowjetische Prunkbauten

    Jalta vom Schiff aus

    Jalta vom Schiff aus

    Das Schloss Schwalbennest ist das Wahrzeichen der Krim und ist bei einem Erdbeben vor einigen Jahren fast ins Meer gestürzt. Jetzt ist es wieder abgesichert und für die Touristen zu gänglich.

    Schloss Schwalbennest

    Schloss Schwalbennest

    Schloss Schwalbennest

    Schloss Schwalbennest

    Für die heutige Nacht, habe ich mir das Kirov Holiday Center ausgesucht. Der Name klang so schön… Naja, das Hotel war in einem riesigen Plattenbau, dass die letzte Renovierung vor 20 Jahren gesehen hatte. Das Zimmer war trotzdem ganz ok, spartanisch eingerichtet, aber wenigstens sauber. Im Laufe des Abends hatte ich das Gefühl, dass ich der einzige Gast war, denn erstens war Totenstille in dem Gebäude und zweitens sah man außer dem Personal in der Lobby absolut keine Menschenseele. Für 30€ hatte ich also ein ganzes Hotel für mich bekommen. Das nennt man ein gutes Preis-Leistungverhältnis!

    Blick vom Balkon aus, vielleicht kann man sogar sehen, wie viele verschiedene Grüntöne die Bäume haben

    Blick vom Balkon aus, vielleicht kann man sogar sehen, wie viele verschiedene Grüntöne die Bäume haben

    Tag 5 (11.5.2010) Севастополь/Sevastopol

    Für die zweistündige Fahrt von Jalta nach Sevastopol nahm ich heute ein Sammeltaxi (meistens Mercedes Sprinter Busse), dass auf Russisch auch Marschrutka genannt wird. Gefahren wird meist ohne Verkehrsgesetze oder andere Verkehrteilnehmer zu beachten.

    Die Fahrt führte durch die krimarischen Berge, die durch das verschiedene Grün der vielzähligen Baumarten geprägt werden. Zeitweise hatte man von den über tausend Meter hoch liegenden Pässen eine unglaublich tolle Aussicht auf das Schwarze Meer, da die Straße fortlaufend an der Küste entlang führte.

    Zu Sevastopol muss man sagen, dass diese Stadt vor ca 20 Jahren von westlichen Besuchern streng abgeschottet war und selbst Menschen die nicht aus Sevastopol, sondern z.B. aus Kiev kamen war ein Besuch in dieser Stadt ohne Sondergenehmigung nicht möglich. Der Grund hierfür liegt darin, dass sich in Sevastopol der Marinestützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte befindet. Hier werden also immernoch Atombomben gelagert, es ist jedoch inzwischen möglich und erlaubt Fotos von den Schiffen bzw. der Hafenbucht zu machen.

    Und hier ein Kommentar betreffend den Zustand der russischen Schwarzmeerflotte. SIE GEHT FAST UNTER! Einige Schiffe sehen noch passabel aus, während andere schon verrotten. Also, wenn Putin behauptet, dass die russische Marine schlagkräftig sei, dann beweist Sevastopol bzw. die hier liegende Schwarzmeerflotte das absolute Gegenteil.

    Ein Rundgang am Nachmittag durch die Stadt zeigt ihre vor 20 Jahren verborgene Schönheit. Es fällt allerdings auf, dass Sevastopol quasi Russland ist, zu groß ist der Einfluss der Russen hier. Russische Fahnen sieht man eigentlich überall.. nur die ukrainischen vermisst man..

    Fürstliche Anlegestelle

    Fürstliche Anlegestelle

    Die griechische Geschichte ist förmlich zu riechen in Sevastopol

    Die griechische Geschichte ist förmlich zu riechen in Sevastopol

    Russischer Panzer

    Russischer Panzer

    Tag 6 (12.5.2010)

    Nächster Tag gleiche Stadt, da es sich wirklich lohnt hier einen zweiten bzw. dritten Tag zu bleiben. Am Nachmittag habe ich einen Ausflug nach Chersones gemacht, wo früher die Griechen gesiedelt haben. Leider sind die Ruinen in einem kläglichen Zustand. Umso schöner wurde allerdings die Wladimirkathedrale wieder aufgebaut, welche im WW2 zerstört worden ist (siehe Bilder unten).

    Gedenktafel am Hafen

    Gedenktafel am Hafen

    Hafen mit der russischen Marine

    Hafen mit der russischen Marine

    Hafenbucht

    Hafenbucht

    Hafenanlagen

    Hafenanlagen

    Hafen

    Hafen

    Markthalle im Stadtzentrum

    Markthalle im Stadtzentrum

    Innenstadt mit einem von gefühlten tausend Denkmälern im Hintergrund

    Innenstadt mit einem von gefühlten tausend Denkmälern im Hintergrund

    Denkmal für die wichtigsten Menschen der Stadt

    Denkmal für die wichtigsten Menschen der Stadt (man beachte Lenin im Hintergrund!)

    Pokrovskiy Kathedrale

    Pokrovskiy Kathedrale

    Am Nachmittag nahm ich dann einen Bus, der mich etwa 15km aus dem Zentrum in die umliegenden Dörfer brachte, denn hier sollte sich die archäologische Ausgrabungsstätte von Chersones/Херсонес befinden. Einst waren hier die Griechen zu Hause, aber leider hat das russische Militär das Ausgrabungsgebiet für eine geraume Zeit als Übungsgebiet benutzt und damit vieles zerstört. Trotzdem sind einige Häuserreste noch übergeblieben, selbst die Reste einer Basilika stehen noch.

    Archäologische Ausgrabungsstätte von den Griechen

    Archäologische Ausgrabungsstätte von den Griechen

    Ausgrabungsreste

    Ausgrabungsreste

    Reste einer Basilika

    Reste einer Basilika

    Schade, dass die Ruinen schon so verfallen sind..

    Schade, dass die Ruinen schon so verfallen sind..

    Wladimirkathedrale im Hintergrund

    Wladimirkathedrale im Hintergrund

    Die Mohnblüten luden zur näheren Betrachtung ein:

    Mohnblüte

    Mohnblüte

    Mohnblüten

    Mohnblüten

    Tag 7 (13.5.2010) Бахчисарай/Bakhchisaray (liegt zwischen Sevastopol und Simferopol)

    An dem heutigen Tag ging es nach Bakhchisaray, wo sich der berühmte Khanspalast und das Uspenskij Kloster befindet. Der Khanspalast war einst der Mittelpunkt der islamischen Religion auf der Krim bzw. in der Ukraine. Noch heute ertönen um die Mittagszeit die Lautsprecher, welche zum Mittagsgebet aufrufen.

    Khanspalast

    Khanspalast

    Khanspalast aus dem Innenhof (man beachte die Felsformation im Hintergrund!)

    Khanspalast aus dem Innenhof (man beachte die Felsformation im Hintergrund!)

    Khanspalast

    Khanspalast

    Felsformation in Bakhchisaray

    Felsformation in Bakhchisaray

    Der Weg zum Uspenskij Kloster ist wirklich einmalig schön. Die Ruhe, die nur von dem Gezwitscher der Vögel unterbrochen wird mischt sich mit der Idylle, welche die Landschaftskulisse gibt. Man geht ungefähr 45 Min. von Bakhchisaray, oder man nimmt das Marshrutka 2 für 0,20€, dass einen in 10 Min. an den Fuss des Berges bringt. Der Anstieg ist ziemlich steil, aber definitiv lohnenswert.

    Uspenskij Kloster

    Uspenskij Kloster

    Das Kloster selber verbirgt seine Schönheit von aussen, denn das Bauwerk, was auf dem Foto sieht, ist bloß ein Bruchteil des gesamten Bauwerkes. Im Felsen ist die Kappelle und die Räumlichkeiten in denen die Geistlichen wohnen. Einer meiner Toptipps! Es ist wirklich ein Ort zum Entspannen und Durchatmen, nur das Fotografieren ist streng verboten.

    Симферополь/Simferopol

    Am selben Tag ging es weiter nach Simferopol. Hier kam ich ja schon mit dem Nachtzug aus Odessa an, nur das ich damals sofort in den Bus gestiegen bin, um an die Südküste der Krim zu fahren.

    Hier hatte ich jedenfalls die Gelegenheit, die ukrainische Realität zu fotografieren.. Auf den vorherigen Fotos wird man sich sicher schon gefragt haben, ob ich überhaupt in der Ukraine war, da es so sauber und gepflegt aussieht. Alle ukrainische Städte haben an den Stadträndern noch die typischen sowjetischen Plattenbauten, nur wie ich oben schon erwähnte, bot sich erst in Simferopol die Möglichkeit diese auch zu dokumentieren.

    Plattenbau Siedlung in Simferopol

    Plattenbau Siedlung in Simferopol

    Ukrainische Realität an den Stadträndern

    Ukrainische Realität an den Stadträndern

    (13.5.2010)Plattenbau Siedlung(Simferopol)(3)klein

    No comment..

    No comment..

    So, nach diesem kurzen Ausflug in die ukrainische Realität, widmen wir uns nochmal der Altstadt von Simferopol, welche entgegen allen Behauptungen sehenswert ist. Mehr als einen Tag muss man allerdings nicht hier bleiben.

    (13.5.2010)Innenstadt(Simferopol)klein

    Einkaufsstrasse im Zentrum

    Einkaufsstrasse im Zentrum

    Denkmal von Lenin

    Denkmal von Lenin

    Tag 8 (14.5.2010) Flug zurück nach Kiev/Киев

    Morgens um 5.45 Uhr musste ich mich heute auf den Weg Richtung Flughafen machen, um meinen Flug um 8.05 Uhr nach Kiev zu bekommen. Alles lief wie am Schnürchen und um 9 Uhr landete ich wieder in der ukrainischen Hauptstadt.

    Glücklicherweise war das Wetter widererwarten sehr angenehm und so konnte sofort mit Sightseeing begonnen werden:

    LG hat die Ukraine fest im Griff.. fast alles ist hier von LG

    LG hat die Ukraine fest im Griff.. fast alles ist hier von LG, ob Waschmaschine, Handys oder Geschirrspülmaschine

    Platz der Unabhängigkeit

    Platz der Unabhängigkeit

    Platz der Unabhängigkeit von oben

    Platz der Unabhängigkeit von oben

    St. Michaelskloster

    St. Michaelskloster

    St. Michaelskloster nochmal, dieses Mal von der Seite

    St. Michaelskloster nochmal, dieses Mal von der Seite

    Nochmal..

    Nochmal..

    Dnepre Fluss durch Kiev

    Dnepre Fluss durch Kiev (im Hintergrund sieht man die Plattenbauviertel)

    Freundschaftsbogen

    Freundschaftsbogen (symbolisiert die Freundschaft zwischen der ehem. Sowjetunion und der Ukraine, wenn ich das richtig erinnere)

    Markthalle in der Innenstadt

    Markthalle in der Innenstadt

    Ukrainisches Aussenministerium; die europäische Flagge ist eigentlich ein Lacher, wenn man bedenkt, dass der ukrainische Präsident Putins Freund ist

    Ukrainisches Aussenministerium; die europäische Flagge ist eigentlich ein Lacher, wenn man bedenkt, dass der ukrainische Präsident Putins Freund ist

    Ukrainisches Parlament

    Ukrainisches Parlament

    Erinnerungsplakat an Stalin und die Sowjetunion

    Erinnerungsplakat an Stalin und die Sowjetunion

    Am 9. Mai feierte man den Siegestag in den ehem. UDSSR Staaten, an dem an die Sowjetunion und Stalin erinnert wurde. Die roten Fahnen und Farben stehen in diesem Fall auch für den Kommunismus, genauso wie der Stern die Sowjetunion symbolisiert.

    St. Sophiakathedrale

    St. Sophiakathedrale im Hintergrund

    Auf dem Weg zurück zum Flughafen geht es wieder durch die ukrainische Realität

    Auf dem Weg zurück zum Flughafen geht es wieder durch die ukrainische Realität

    Resümierend würde ich über die Ukraine sagen, dass sie 1.) weder wirklich arm ist, 2.) ein großes wirtschaftliches Wachstumspotential in diesem Land steckt und 3.) es kein Land gibt, dass ich bisher gesehen habe, wo die Kluft zwischen arm und reich so groß ist. Spätestens nach 30 Sek. wird man in Kiev ein V12 Motor aufheulen hören, schon deshalb weil die Ukrainier gerne zeigen was sie fahren. So viele Luxusautos wie in Kiev wird man nirgendwo anders finden (auf die Einwohnerzahl gerechnet). Dieser Reichtum kommt allerdings aus der sehr weit verbreiteten Korruption die in dem Land herrscht und nicht aus der Demokratisierung. Nichtsdestotrotz, die Ukraine ist ein sehr empfehlenswertes Reiseland, was mit Moldawien oder Weissrussland absolut nicht zu vergleichen ist!

    Ich hoffe es hat euch Spaß gemacht meinen Reisebericht zu lesen, allerdings habe ich es noch nicht geschafft alle Bilder einzufügen! Ich werde das in Kürze nachholen, dann gibt es nochmal eine Seite die nur aus Bildern besteht.

    Im nächsten Blog geht um Kroatien und Bosnien- Herzogowina!

    Allgemein

  • Moldawien/Transnistrien Mai 2009

    Feb. 28th 2010

    By: mattg

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    So, nach langer Zeit habe ich mich nun auch dazu entschieden einen Blog zu erstellen.. In meinen Blogs soll es natürlich auch ums Reisen gehen, was bei jetzt schon ca. 30 besuchten Ländern nahe liegt.

    Anfangen werde ich mal mit einer Tour durch Rumänien, Moldawien, Transnistrien und Gaugasien im Mai letzten Jahres.

    Viele haben mich ja schon gefragt, wie man auf so eine Reise kommt und was einen bewegt, die Armut, Korruption und Kriminalität freiwillig ansehen zu wollen. Diese Frage, kann ich noch nicht einmal wirklich beantworten. Es ist vielleicht der Gegenpol zu unzähligen Mallorcaurlauben und vielen ausgiebig dekadent gefeierten Parties, der mich ständig dazu bewegt in Länder zu reisen, in die sich nur sehr wenig Westeuropäer begeben (Estland, Slowakei, Ungarn etc.). Hier erfährt man nicht nur wie die Realität vor der Grenze der Europäischen Union aussieht, sondern auch wie sehr man die Sicherheit und den Reichtum in Deutschland schätzen sollte.

    Leider kann ich auch hier nur einen kurzen Überblick über die erlebten Dinge schreiben, da es einfach zu viel gibt, über das man schreiben könnte.

    Also, schnell war ein Flug in die rumänische Hauptstadt Bukarest (auch Paris des Ostens genannt) gebucht, vom 15.5.-22.5. in den Pfingstferien. Angefangen hat die ganze Tour jedoch um 20 Uhr am Hamburger ZOB von dem es nach Berlin ging. Der Bus erreichte unsere Hauptstadt so gegen Mitternacht, womit mir jetzt noch 8 Std. zum Zeitvertreiben zur Verfügung standen. Somit stand eine nächtliche Tour durch das Regierungsviertel auf dem Programm und später so gegen 4 Uhr morgens ging es an den FLughafen Schönefeld. Hier ergab sich die wunderbare Gelegenheit noch 2 Std zu schlafen um dann nach Bukarest einzuchecken.

    In Bukarest angekommen erwarten mich schon 30 Grad und eine der chaotischten Städte, die ich je erlebt habe. New York, Atlanta oder Rom sind nichts dagegen!! Ich machte mich also auf die Suche nach dem Busbahnhof Gara de Sude, um einen Bus in die moldawische Hauptstadt Chisinau zu nehmen. Ausversehen (wie sich später herausstellte) bin ich auf dem Weg dorthin, durch den gefährlichsten Stadtteil der Stadt gelaufen, wobei mir glücklicherweise nichts passiert ist. Vielleicht lag es auch daran, dass ich mich schon seit über einer Woche nicht mehr rasiert hatte und mir extra schäbbige Klamotten angezogen hatte, um nicht aufzufallen.

    Der Bus verlies Bukarest um etwa 20 Uhr von einem Parkplatz, den ich niemals ohne Hilfe gefunden hätte. An Bord wurde ich mit erschrockenen Blicken empfangen, da sie schnell anhand meiner fehlenden Russischkenntnisse merkten, dass ich Westeuropäer war, der ernsthaft vorhatte in die Republik Moldau zu reisen, welches das ärmste Land Europas ist! (Weniger als 70€ haben die Menschen pro Monat)!! Also wurde mir noch schnell der Satz „Take care“ in gebrochenem Englisch zugeworfen um dann in der Dämmerung uns Richtung Grenze aufmachten. Hier begann also ein Abenteuer, was ich mir nie hätte vorstellen können.

    Der Bus ins Abenteuer Moldawien etc.

    Der Bus ins Abenteuer Moldawien etc.

    So gegen 23 Uhr nachts fing plötzlich an mein Handy zu klingeln, um mich darauf aufmerksam zu machen, dass ich jetzt herzlich Willkommen in Moldawien sei und das die 3G Mobilfunktechnik auch hier zur Verfügung stände. Es dauerte allerdings noch bis ca 00.30 Uhr bis der Bus eine kurze Rechtkurve in einem winzigen rumänischen Dorf machte und wir plötzlich vor einem sehr kleinen Grenzübergang „in the middle of nowhere“ standen. Hier musste ich mich auch von der Europäischen Union verabschieden, da Moldawien kein Mitglied ist. Den rumänischen Grenzposten durchquerten wir relativ schnell und fuhren dann noch weitere 150m bis zum moldawischen. Auf diesen 150m begannen plötzlich meine Hände leicht nass zu werden und ich wurde trotz der über 35 Std die ich fast nonstop wach war ziemlich nervös. Ich hatte vor der Reise viele Berichte über das Ausnehmen und Durchsuchen von Ausländern an der Grenze gehört und über Einschüchterungen, die den Zweck hatten Bestechungsgelder zu erhalten.

    Plötzlich hielt der Bus also und die Türen öffneten sich ein zweites Mal. Dieses Mal kamen jedoch gleich 3 Beamte in das Innere des Buses und waren mit Bärenfellmützen und richtigen Militäruniformen gekleidet. Außerdem guckten sie, als hätte sie seit einigen Monaten kein Gehalt mehr bekommen. Da alle anderen Fahrgäste russische Pässe hatten wurden diese einfach nur eingesammlt. Als sie meinen Pass entgegen nahmen, hatte ich allerdings das Gefühl Misstrauen in den Augen des Beamten zu sehen. Trotzdem wurde er kommentarlos eingesammelt und mit in das Zöllnerhäuschen genommen. Während die Zöllner die Reisepässe kontrollierten durften wir aus dem Bus aussteigen und uns die Beine in der lauen Mainacht vertreten. Der Himmel war sternenklar und es zirpte überall um uns herum. Da stand Herr Mathias Groß nun mitten in der Nacht an einem gottverlassenen moldawischen Grenzübergang..

    Dann ging alles sehr schnell, die Reisepässe wurden uns wieder ausgehändigt und wir mussten schnell wieder zurück in den Bus. Der Busfahrer hatte es nämlich plötzlich extrem eilig. Ein kurzer Blick in den Pass bestätigte nun, dass ich ohne Probleme einen Einreisestempel erhalten hatte. Der erste Erfolg! Nun ging es über die schlechteste Strasse der Welt Richtung Hauptstadt. Bei jedem Schlagloch hatte man, dass Gefühl der Bus fällt im nächsten Augenblick auseinander. Es schien mir, als ob die Strassen seit der Abtrennung von der UDSSR nicht mehr angerührt worden waren. Das nächste Schlagloch schleuderte mich fast 20cm aus meinem Sitz in die Höhe. Von hier an war also noch nicht einmal ans dösen mehr zu denken. Also versuchte ich draussen etwas zuerkennen, was aufgrund der gänzlich fehlenden Straßenbeleuchtung unmöglich war. Manchmal mussten wir Straßenkontrollen durchqueren, womit sich der zuständige Polizist sicher sein Monatsgehalt aufbessern wollte. Man bedenke, dass Moldawien auch eines der korruptesten Länder der Welt ist!! Wir wurden glücklicherweise nicht angehalten und holperten auf der moldawischen A7 mit Tempo 40 Richtung Chisinau. Die planmäßige Ankunft sollte ca. 7.30 Uhr sein. Somit war ich sehr verwundert als um 3.30 Uhr plötzlich ein sowjetischtypisches Ortsschild, dass eher einem kleinen Bauwerk ähnelt mich mit „Chisinau“ begrüßte.

    Dieses Foto habe ich dann einige Tage später aufgenommen.

    "Ortsschild" von Chisinau

    "Ortsschild" von Chisinau

    Die Einfahrt in die Hauptstadt kann wohl mit einer Einfahrt nach Pyöngyang, der Hauptstadt von Nordkorea verglichen werden. Es gab weder Straßenbeleuchtung noch irgendein anderes Auto. Somit hielten wir um ca. 3.45 Uhr am „ZOB“ von Chisinau. Hier möchte ich einmal ausdrücklich sagen: MAN und auch FRAU MÖCHTE NIEMALS NACHTS IN CHISINAU AUF DER STRAßE SEIN!!! Definitiv nicht!!! Der Grund dafür ist unteranderem eine Vielzahl von Straßenhunden, die in den Gassen der Straßen wie Wölfe heulen und herumstreunen. Desweiteren ist die Stadt so schwarz wie die Nacht, aufgrund fehlender Beleuchtung. Außerdem gibt es misteriöse Gestalten, die entweder als Schatten erkennbar sind oder auf den Fusswegen, wohl unter starkem Drogen Einfluss liegen. Dieses war alles ein recht großer anfänglicher Schock, gerade da ich jetzt schon ca. 45 Std. durchgehend fast nicht geschlafen hatte. Ich entschied mich für eine kleine Überlegungspause was also nun am besten zu tun sei. Meine Verabredung mit dem Verwalter der Herberge war erst für 9 Uhr angesetzt. Ich setzte mich also einige Schritte vom unbeleuchtenden „ZOB“ auf eine Gebäudetreppe an der mich eigentlich niemand sehen konnte. EIGENTLICH!!! Plötzlich tauchte nämlich eine mit Kapuze verhülte Gestalt vor mir auf, die eine Zigarette rauchte. Dies ging ca. eine Minute so weiter, wobei sie immer mal wieder verschwand und dann wieder aufgtauchte. Man konnte zwar wegen der Dunkelheit nicht sehen, wohin diese Gestalt guckte, jedoch war da dieses beschissene Bauchgefühl, dass im Grunde genommen auch ohne Hören und Sehen funktioniert. Schließlich war die Zigarette also aufgeraucht und diese doch sehr muskulöse Gestalt kam auf mich zu. Das nächste was mir in den Kopf kam, war die Anmerkung zu Moldawien auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes: „Bei Überfällen ist eine sehr geringe Hemmschwelle zur Gewaltanwendung zu erwarten“. Was jetzt?? Scheiße!! Also, aufgrund der Tatsache, dass ich alles Geld und meine Kamera bei mir hatte, hieß es laufen.. Ja, Mathias der Feigling läuft.. Aber ein Kampf wäre sinnlos gewesen. Ich hatte zwei Rucksäcke und außerdem was sollte passieren, wenn ich mich dabei verletzen sollte?? Schnell ins UKE Barmbek war ausgeschlossen.

    Nun gings in die nächste unbeleuchtete Gasse, in der theoretisch schon der nächste hätte stehen können. Mein Verfolger ließ zum Glück recht schnell von mir ab und das einzige was mir jetzt sinnvoll erschien, war ein Taxi zu der Adresse zu nehmen, an der die Unterkunft war. Das nächste Auto das auf mich zu fuhr, war glücklicherweise ein Taxi. Der Fahrer war überglücklich jemanden gefunden zu haben, der endlich mal wieder Taxi fährt und brachte das, die ganze Fahrt auf russisch zum Ausdruck. Für eine 20 minütige Fahrt standen ganze 1,10€ auf dem Taxameter. Mit einem Trinkgeld von ,40 Cent war er dann überglücklich. Wahrscheinlich hatte er noch nie so eine gute Tour nachts gefahren.

    Die Unterkunft befand sich in einer der vielen Plattenbausiedlungen in Chisinau. Ich wartete nun also von 4.30 Uhr bis 7 Uhr im Treppenhaus, da zum Glück ein Schwede schon in der Wohnung war, ich mich aber erst dann traute zu klingeln. Der Schwede sprach perfekt russisch was mir sehr hilfreich sein sollte und hatte einige Jahre in Moldawien studiert. Somit konnte er mir nach einem längerem Frühstück (obwohl nach jetzt schon knapp 50 Std. ohne Schlaf hätte ich auch wieder Abendbrot essen können), Chisinau zeigen.

    Plattenbauviertel wo die Mittelschicht Moldawiens wohnt

    Plattenbauviertel wo die Mittelschicht Moldawiens wohnt

    So, ich werde jetzt einfach mal einige Fotos der Hauptstadt Chisinau zeigen, u.a. mit dem Parlament, Platz der Unabhängigkeit usw.:

    Öffentliche Verkehrsmittel

    Öffentliche Verkehrsmittel

    Eine Busfahrt kostet 0,06€!!! Der HVV bis zu 2,75€!!

    Orthodoxe Hauptkirche

    Orthodoxe Hauptkirche

    Platz der Unabhängigkeit

    Platz der Unabhängigkeit

    Ausgetrockneter See

    Ausgetrockneter See

    Hier war einmal ein See, jedoch wurde er einfach trockengelegt um zu sehen, ob man hier irgendwann mal Häuser bauen könnte… Hier fängt der moldawische Wahnsinn an..

    IMG_8186

    Typisch Osteuropäisch gekleidet. Polohemd und lange Hose, auch wenn es 25 Grad sind. Dieser schöne Aufgang war drei Wochen zuvor noch intakt, allerdings hat die Gewalt von Jugendgruppen hier seine Auswirkung gezeigt. Bei der Arbeitslosenquote und Aussichtslosigkeit auf Besserung in allen Hinsichten, ist das wohl auch nicht verwunderlich.

    Der einzige Mäces in Moldawien

    Der einzige Mäces in Moldawien

    Der Skytower gehört zur britischen TV-Gruppe Sky

    Der Skytower gehört zur britischen TV-Gruppe Sky

    Hier fällt auf, wie bewaldet die Innenstadt ist

    Hier fällt auf, wie bewaldet die Innenstadt ist

    Ich werde in Kürze weiterschreiben, dann wird es noch weiter um die Korruption, Menschenhandel und um Ausflüge in das weltweit nichtannerkannte Land Transnistrien und Gaugasien gehen.

    Bleibt dran!!

    —————-

    Und schon gehts weiter…

    Der erste Ausflug in das Zentrum von Chisinau bei Tageslicht war sehr interessant und der Schwede zeigte mir alle Sehenswürdigkeiten, die die moldawische Hauptstadt zu bieten hatte. Außerdem empfahl er mir noch bei einem Friseur vorbei zu schauen, da ein Haarschnitt hier recht günstig sei. Ein Griff ins Haar bestätigte die Dringlichkeit einer neuen Frisur und somit ging es zu einem der besten und teuersten Friseur der Stadt. Mit einem lockeren amerikanischem „Hey“ betrat ich die gute Stube und wurde wie ein Marsmensch angeschaut. Glücklicherweise konnte der Schwede auf russisch mein Anliegen erklären und so fand ich mich schnell auf einem Friseursessel wieder. Meine Haare wurden hier einer Behandlung unterzogen, die sie noch nie erlebt haben. 10 min Kopfmassage und dann wurde jedes einzelne Haar fein säuberlich geschnitten. Nachdem die Haare nun kürzer waren wollte der gute Mann jedoch noch mit ein bisschen Haargel meine Frisur aufmotzen. Dies war sehr witzig, denn er verpasst mir eine Hitlerfrisur, die 100%ig mit dieser übereinstimmte.. War dies Absicht oder..?? Ich musste jedenfalls ein bisschen lächeln und nahm es gelassen. Am Ende kam gab es dann eine Rechnung über 3€ inkl. Trinkgeld versteht sich und der Mann war zufrieden. Ich auch. Hitler 2 wurde soeben in Chisinau, Moldawien geboren. Um dieses Stück unrühmliche Geschichte nicht allzu weit wieder heraufzubeschwören, entschied ich mich für eine schnelle Zerstörung der schön zur Seite gekämmten Haare. Die Frisur saß immernoch wunderbar.

    Nach diesem ersten Tag in Moldawien fiel einem allerdings auf, dass es recht viele Luxusautos gab, die es theoretisch hier gar nicht geben dürfte, da wir hier über eines der ärmsten Länder Europa sprechen. In Rumänien war dieses Phänomen zwar noch viel stärker ausgeprägt (soviele S-Klassen, Tuaregs, Phetons, BMW 7er habe ich weder in London, Mallorca, New York, Hamburg noch sonst wo gesehen), jedoch war es ein äußerst fragwürdiges Phänomen. Wie haben es all diese meist sehr voluminösen schwarzgekleideten Herren geschafft so viel Geld zu verdienen? Und das in einem Staat der von einer kommunistischen Partei (Moldawien) regiert wird?? Jaajaa, schon merkwürdig.. Auf dem Weg in die Unterkunft raste sogar noch ein weisser Ferrari an uns vorbei. Hmm..

    Beispiel:

    Im Vordergrund ein alter Lada, Hintergrund Mercedes R- und S-Klasse

    Im Vordergrund ein alter Lada, Hintergrund Mercedes R- und S-Klasse

    Komisch, komisch.. Die Verhältnisse stimmen hier doch irgendwie nicht. Aber dieses Phänomen sollte mir noch öfters begegnen und mich dazu provozieren den Fahrern dieser Autos einfach mal den Vogel zu zeigen.. (ich habe es nie gemacht, aber ich war drauf und dran!!)

    Also hier folgen nochmal die letzten Fotos von dem ersten Tag in Chisinau:

    Einblicke in die tagsüber sehr belebten Gassen

    Einblicke in die tagsüber sehr belebten Gassen

    Ciucana Stadtteil

    Ciucana Stadtteil

    Um vor Anbruch der Dunkelheit wieder zu Hause zu sein, haben wir uns pünktlich ein Marschrutka (Sammeltaxi) zurückgenommen und uns vorher noch mit ein bisschen ukrainischem Bier eingedeckt.

    Hier eine kurze Lobeshymne auf deren Bier. Absolut empfehlenswert und auch gleich in 1,5L Flaschen erhältlich:

    Tjaa, wer muss schon wissen, wie der Name des Bieres ausgesprochen wird. Hauptsache es perlt!

    Tjaa, wer muss schon wissen, wie der Name des Bieres ausgesprochen wird. Hauptsache es perlt!

    Moldovian money money money.... I am rich haha.. 750 Lei gabs es für 40€

    Moldovian money money money.... I am rich haha.. 750 Lei gabs es für 40€

    Beim abendlichen Bier habe ich eine sehr interessante Beobachtung an mir gemacht. Nun war ich ca 85 Stunden unterwegs gewesen und hatte fast kein Auge zu gedrückt. Krass, dass sind über drei Tage!! Bei dem zweiten Bier fiel ich jedenfalls in einen komatösen Zustand, der sich ganz merkwürdig anfühlte.. Alles entfernte sich immer mehr und meine eigene Stimme konnte ich gar nicht mehr so richtig beeinflussen.. Also gingen wir zu Bett, wobei ich noch ein kleines Geschäft erledigen musste.. Normale Dauer ca. 1,02 min..:) Der Schwede hat mir jedenfalls am nächsten Morgen erzählt, dass er erst nach zwei Stunden die Badezimmertür hat wieder aufgehen hören.. Daran kann ich mich nicht erinnern, aber ich muss wohl auf dem friedlichsten Ort der Welt ein nettes Nickerchen gemacht haben.. Damn!

    Am nächsten Tag den 18.5.09 sollte es mit einem Fahrer nach Transnistrien bzw. in die Hauptstadt Tiraspol gehen. Der Fahrer hieß Boris, konnte kein Wort Englisch, Französisch, Spanisch oder Deutsch, dafür aber mit seinem alten Audi 80 mit 80km/h durch Schlaglöcher brezeln, die meinen BMW 3er sicher zerfetzt hätten. Mal abgesehen von den Stoßdämpfern.

    Transnistrien liegt zwischen Moldawien und der Ukraine und ist seit der Abspaltung 1990 von der UDSSR eine abtrünnige Provinz. Transnistriens Herrscher ist streng kommunistisch und ein Vergleich mit der DDR ist durchaus berechtigt. Das Land wird von keinem Staat der Welt anerkannt und ist somit de facto non-existent.. Eigentlich. Aber es gibt diesen Flecken Erde halt doch und es hat mich sehr gereizt ihn einmal zu besuchen, denn es ist praktisch wie ein Museum. Der transnistrische Rubel ist am besten auf Toilette verwendbar, da er ausserhalb nirgendwo Gültigkeit besitzt. Das Auswärtige Amt kommentiert Transnistrien jedenfalls so:

    Landesspezifische Sicherheitshinweise

    Transnistrien

    Der abtrünnige Landesteil Transnistrien (selbst ernannte „Republik Transnistrien“) befindet sich außerhalb der Kontrolle der moldauischen Regierung. Eine erneute bewaffnete Austragung des Konflikts wie im Sommer 1992 kann nicht völlig ausgeschlossen werden.

    Vor Reisen nach oder durch Transnistrien sollten sich Reisende über die aktuelle politische Lage informieren. Reisende, die sich dennoch nach Transnistrien begeben, werden darauf hingewiesen, dass eine konsularische Betreuung durch die deutsche Botschaft Chisinau grundsätzlich nicht erfolgen kann.

    Das Fotografieren militärischer Anlagen und wichtiger Industrie- und Verkehrseinrichtungen ist in Transnistrien verboten.

    Ja, Herr Groß will es mal wieder wissen. Wenn was passieren sollte, dann.. och lassen wir diese These doch lieber. Das Auswärtige Amt beantwortet die wenn-was-passiert- Frage eigentlich schon.

    Aufgrund der schwierigen Einreise habe ich mir also einen Fahrer genommen, der mich und meine Kamera sicher nach Tiraspol und zurück bringen sollte. Um 9 Uhr morgens ging es los, in Richtung PMR (Transnistrien). Wir fuhren ca. 20min durch hügeliges Gelände bis wir plötzlich eine erste provisorische Straßensperre mit Sandsäcken und Steinen durchfuhren. Ein zweites Mal auf dieser Reise wurde ich nervös. Dieses Mal aber schon ein wenig mehr.. Was gibt es für Stories über die Einreise nach Transnistrien im Internet. Die toppen bei weitem Einreisestories nach Moldawien. Glücklicherweise hatte Boris einen Übergang gewählt an dem er die Soldaten kannte. Nach der ersten Straßensperre folgte zwei weitere und dann 3 moldawische Panzer mit einem übergezogenen Tarnschutz an denen Soldaten bereit standen, um diese jeder Zeit zur Abwehr gegen Transnistrien zu benutzen. Der erste kleine Schauer auf meinem Rücken machte sich bemerkbar.. Die angespannte Situation konnte man direkt in der Luft riechen. Angehalten wurden wir zum ersten Mal nach einer Überquerung eines Flusses von russischen Soldaten. Diese sind „Friendensoldaten“ die schon seit 1990 hier stationiert sind. Schnell wechselte ein 10€ Schein unauffällig den Besitzer und dann wurde mir das transnistrische Visum gegeben. Zweiter Erfolg!! Durchsuchung etc. fiel wegen der kleinen Dankesgeste über 10€ aus. Somit hatte es auch meine Kamera hierher geschafft.

    Die Straßen in Transnistrien sind breit, der Verkehr ist nicht besonders dicht, aber wenn die Miliz mit ihren Autos vorbeifährt sollte man schleunigst zu sehen, alles verschwinden zu lassen, dass nach Tourist aussieht.

    Erster Halt hinter der „Grenze“ war ein Denkmal an 1990 mit frischen Blumensträußen. Interessant, diese transnistrische Kultur..:

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    Bilder von der Landschaft Transnistriens folgen auf dem Rückweg.

    Nach einer halben Stunde erreichten wir den Kreis Tiraspol, der mit diesem „Bauwerk“ auf sich aufmerksam machte:

    WAS?? HAMMER UND SICHEL?? Ist das nicht schon Vergangenheit? In Transnistrien nicht!

    WAS?? HAMMER UND SICHEL?? Ist das nicht schon Vergangenheit? In Transnistrien nicht!

    Ganz schön viel Aufwand für ein Ortsschild. Aber so war das damals in der UDSSR

    Ganz schön viel Aufwand für ein Ortsschild. Aber so war das damals in der UDSSR

    Im Zentrum von Tiraspol angekommen erwartete mich eine extrem saubere und aufgeräumte Stadt. Man fühlte sich sogar richtig sicher. Es war aber eigentlich auch keiner auf der Straße der keine Arbeit hatte. WILLKOMMEN IM KOMMUNISMUS. Jeder hat Arbeit trotz Wirtschaftskrise, ist das nicht toll?? SOllte Deutschland nicht vielleicht doch wieder zum Kommunismus zurückkehren?? Gut dazu muss jetzt vielleicht ein wenig Aufklärungsarbeit betrieben werden. Transnistrien ist eigentlich einschlägig dafür in der Verrufung, dass hier angeblich Menschenhandel, Waffenhandel und Geldwäsche in großem Stile betrieben wird. Damit lassen sich natürlich viele Sachen finanzieren. Auch gibt es nur eine Tankstellenfirma und Supermarktbetrieber. Beide gehören zum Sheriffkonzern. Der Chef ist gleichzeitig auch der Staatschef. Gut, dass der Sohn des Staatschefes, der Vorsitzende der Zollbehörde/Sicherheitsbehörde ist, somit lassen sich ja viele Sachen anstellen.. Man obliegt ja auch keiner Kontrolle als weltweit nicht anerkanntes Land. Naja, ich will jetzt hier auch nicht deutlicher werden sonst werde ich dieses Jahr noch abgewiesen, wenn ich am 9. Mai die Unabhängigkeitsparade bestaunen werde.

    Also, jeder hat Arbeit hier, auch wenn es nur darum geht die Straßen mit einem Reisigbesen zu fegen. Also hier mal ein paar Bilder aus dem Zentrum:

    Jetzt auch in Dolby Surround!! Aber nur Filme aus russischer Produktion

    Das Hauptkino in Tiraspol. Jetzt auch mit Dolby Surround Technik ausgestattet!! Aber hier werden nur Filme aus russischer Produktion gezeigt.

    Die Universität von Tiraspol

    Die Universität von Tiraspol

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    Hochmoderne Verkehrsmittel, weil Umweltfreundlich mit Strom betrieben!!

    Hochmoderne Verkehrsmittel, weil Umweltfreundlich mit Strom betrieben!!

    Würdigungstafel der wichtigsten Menschen in der PMR

    Würdigungstafel der wichtigsten Menschen in der PMR

    Sehr interessant, denn das erinnert ja schon wieder an Nordkorea. Hier wird wohl ganz bewusst auf Propaganda gesetzt, die die Souveränität von Transnistrien unterstützen soll. Auf dieses Phänomen werde ich noch öfters stolpern.

    Denkmal Afghanistankrieg 1990

    Denkmal Afghanistankrieg 1990

    Im Afghanistankrieg 1990 waren zwar keine transnistrischen Soldaten involviert, allerdings sympathisieren die Transnistren stark mit Russen und haben somit auch eine „ewige Flamme“ und das dazugehörige Denkmal in Tiraspol eingerichtet.

    Noch ein Denkmal. Ende des WW2 1945. Auch in Anlehnung an russische Geschichte

    Noch ein Denkmal. Ende des WW2 1945. Auch in Anlehnung an russische Geschichte

    Das transnistrische Parlament im Hintergrund (eigentlich verboten zu fotografieren)

    Das transnistrische Parlament im Hintergrund (eigentlich verboten zu fotografieren). Woher soll ich das als Deutscher aber schon wissen??

    Überall Schilder von der transnistrischen Staatsfahne

    Überall Schilder von der transnistrischen Staatsfahne

    Tiraspol

    Tiraspol

    Dniester Fluss durch Tiraspol. Was würden die ADAC Tester bei diesen Schiffen wohl für eine Note vergeben?

    Dniester Fluss durch Tiraspol. Was würden die ADAC Tester bei diesen Schiffen wohl für eine Note vergeben?

    Tiraspol

    Tiraspol

    Staatsoper von Transnistrien

    Staatsoper von Transnistrien

    Nur 102 km sind es von hier nach Odessa. Von dortaus werde ich diesen Mai wieder nach Tiraspol kommen..

    Das Parlament mit der Leninstatue "in front".. jaja, ist verboten zu fotografieren, was solls. Menschen machen Fehler..

    Das Parlament mit der Leninstatue "in front".. jaja, ist verboten zu fotografieren, was solls. Menschen machen Fehler..

    Schon wieder ein Panzerdenkmal. Denkmäler haben Hochkonjunktur hier!

    Schon wieder ein Panzerdenkmal. Denkmäler haben Hochkonjunktur hier!

    Orthodoxe Kirche in Tiraspol

    Orthodoxe Kirche in Tiraspol

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    Auch in einem nicht existenten Land kann es doch sehr schön aussehen!

    Tiraspol

    Tiraspol

    Dem erfahrenen Beobachter ist sicher aufgefallen, dass auf den Fotos einige sehr attraktive Frauen im Hintergrund erkennbar sind. Jaja, nicht nur hier in Transnistrien auch in Moldawien konfrontiert diese Problematik die Männerwelt. Vielleicht bewegt man sich hier einfach noch mehr als bei uns, sodass Fitnessstudiogänge hinfällig sind und man auf ganz natürlich Weise schlank bleibt??

    S-Klasse aus Braunschweig

    S-Klasse aus Braunschweig

    Ups, ähm, stopp… Hier ist doch irgendwas komisch.. Wer findet den Fehler? Deutsche S-Klasse in Transnistrien.. Naja, bestimmt Urlaub machen oder so.. Machen ja viele gutbetuchte Deutsche in Tiraspol.

    Transnistrische Staatsbank

    Transnistrische Staatsbank

    Hui, die transnistrische Staatsbank liegt ja gleich auf der anderen Straßenseite, wo die S- Klasse stand. Das ist sicher ein Zufall, oder sollte etwa doch hier etwas komisch sein? Wie war das, Transnistrien und Geldwäsche.. Naja, sicher alles unbegründet.. Sicher ist es auch keiner der sein Geld vor deutschen Steuerfahndern ein für alle mal verstecken will. Die Schweiz ist inzwischen ja nicht mehr sicher genug.

    Aber wie ist dieses Auto bloß in dieses „Land“ gekommen? Es ist extrem schwierig sein eigenes Auto mit einzuführen. Fragen über Fragen.. Tja, wer hätte das hier gedacht, gut das meine Kamera dabei war.. Bei der Polizei ist das Auto jedenfalls nicht als gestohlen gemeldet.

    Jeder sollte sich hierbei denken, was er möchte:)

    Der letzte Stopp vor der Abfahrt sollte noch das Rathaus sein, dass sich als wirklich sehr sehenswert herausstellte:

    Rathaus

    Rathaus

    Rückfahrt durch Transnistrien

    Rückfahrt durch Transnistrien

    Auf der Rückfahrt hielten wir noch kurz an einem Sheriff-Supermarkt. Dieser hatte ein überraschend großes Sortiment, über Leibnizkeksen, zu Kinderschokolade, Milka etc.. Das gibts in Moldawien nicht..

    Einer der Supermärkte der Kette Sheriff

    Einer der Supermärkte der Kette Sheriff

    Krankenwagen auf Transnistrisch

    Krankenwagen auf Transnistrisch

    Damit möchte ich in einem Notfall nicht fahren!! Also, weiterhin aufpassen, dass nichts passiert und man sich nichts bricht o.ä.

    Landstrasse durch Transnistrien

    Landstrasse durch Transnistrien

    Noch ein transnistrisches Staatszeichen

    Noch ein transnistrisches Staatszeichen

    Sheriff-Tankstelle

    Sheriff-Tankstelle

    1 Liter Super Benzin kostet hier 0,40€.. Amerikanische Verhältnisse. Wo ist mein BMW oder ein Tanklaster mit dem ich ein bisschen Benzin mitnehmen kann. Ich würde auch in Euro statt in transnistrischen Rubeln bezahlen!!

    Jaja, wir sind immernoch in der PMR.. Wenigstens sind die Schilder abwechslungsreich

    Jaja, wir sind immernoch in der PMR.. Wenigstens sind die Schilder abwechslungsreich

    Das magische Visum der Republik Transnistrien

    Das magische Visum der Republik Transnistrien

    Ja, und somit näherten wir uns schließlich der „Grenze“. Die Soldaten waren diesmal allerdings noch schlechter gelaunt als bei der Einreise und waren sehr misstrauisch, was dieser Deutsche in Transnistrien gemacht hat. Boris musste sicher 10min diskutieren und ob wieder Geld gefloßen ist, weiss ich nicht.. Glücklicherweise wurde ich allerdings ohne Durchsuchung durchgelassen. Ich hatte mein drittes Ziel erreicht!! Transnistrien wieder heil zu verlassen!! Was für ein erleichterndes Gefühl, die Panzer hinter sich zu lassen und sogar einige Steinadler über uns kreisen zu sehen. Der deutsche Adler in mir hatte gesiegt! Okay, dass hört sich doof an, aber was solls, blendet einfach unsere Vergangenheit aus.

    Und schon waren wir wieder in Moldawien.

    Einfahrt nach Chisinau

    Einfahrt nach Chisinau

    Es folgte ein Abend mit ukrainischem Bier und moldawischer Megapizza für 2,50€.

    In Kürze werde ich dann noch den Eintrag mit meinem Trip nach Gaugasien bereichen.. Hier werde ich das erste Mal auf Menschenhandel vor meinen Augen stoßen.

    —-

    Und es geht mal wieder weiter..

    Der nächste Morgen fing, wie die vorherigen Tage mit Sonnenschein und 25 Grad an. Sehr schön, denn heute sollte es nach Orheuil Vechi gehen. Dies ist eine Art Canyon und die einzige Sehenswürdigkeit auf dem Land. Die Fahrt mit einem Marschrutka dauerte über 2 Stunden und kostete 1,20€. An Bord waren auch eine französische Kanadierin und ein englischer Kanadier, die auf ihrer Europatour einen kleinen Abstecher nach Moldawien gemacht haben. Zu diesem Ausflug gibt es eigentlich nicht sehr viel zu erzählen, außer das die Landschaft wirklich schön ist:

    Übersicht über Orheuil Vechi

    Übersicht über Orheuil Vechi

    Hauptstrasse durch das Dorf

    Hauptstrasse durch das Dorf

    No comment

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    Dorfbrunnen in Orheuil

    Dorfbrunnen in Orheuil

    So eine schöne Gartenpforte habe ich in Hamburg noch nicht gesehen!

    So eine schöne Gartenpforte habe ich in Hamburg noch nicht gesehen!

    Moldawische Polizei Einheitsladas mit moderner Radarkontrolle in der Frontscheibe

    So sehen moldawische Polizei Einheitsladas aus

    Diese schicken Polizeifahrzeuge können sicher mit Verkehrsrasern mithalten.. Ich denke, selbst ich hätte die mit meinem 3er in 5 min abgehängt.

    Der "Canyon"

    Der "Canyon"

    Kirche auf dem Berg von Orheuil Vechi

    Kirche auf dem Berg von Orheuil Vechi

    Herr Groß

    Herr Groß

    Da ist jemand definitiv zu schnell gefahren

    Da ist jemand definitiv zu schnell gefahren

    Nach der Ankunft in der Innenstadt von Chisinau kam ich noch kurz an dem Reichspalast vorbei:

    Staatspalast von Moldawien

    Staatspalast von Moldawien

    Die Landschaft Moldawiens hatte mich an diesem Tag ein weiteres Mal sehr beeindruckt. Das Wetter mit seinen 25 Grad natürlich auch. Von der Innenstadt ging es in einem völlig überfüllten Marschrutka zurück nach Ciocana, wo meine Unterkunft war. Ich wusste bis dahin gar nicht, dass ein Mercedes Sprinter ca. 40 Personen fassen kann und trotzdem noch von 0 auf 50km/h in ca. 3 Sek. beschleunigen kann. Moldawien, dass Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Alles kann hier passieren, dass hat man nach wenigen Tagen gelernt. Beim Aussteigen überholte uns gerade eine brandneue C-Klasse (Mercedes), dessen Kennzeichen zwar moldawisch war, aber die Kennzeichenumrandung von dem Autohaus München war. Naja, klar, ein Moldawier fährt nach Deutschland um sich teurer dort den Mercedes zu kaufen, als er ihn in Moldawien bekommen hätte. Und dann holt er ihn sich auch nicht aus dem Werk in Sindelfingen ab, sondern kauft ihn in einem Autohaus München. Klar ist das möglich, allerdings ziemlich unwahrscheinlich, da unlogisch.

    Man konnte viele dieser Autos in Moldawien sehen, brandneue BMW’s, Mercedes‘, Audi’s etc., deren Nummernschildumrandung von deutschen Autohäusern stammten. Bei älteren Fabrikaten könnte man dieses Phänomen natürlich auf Gebrauchtwagenhandel zurückführen, aber bei so neuen Wagen erscheint das unwahrscheinlich.. Gerade erst erschienen und schon auf dem Gebrauchtmarkt? Bei der Menge an „Neuwagen“ auf moldawischen Strassen?

    Wer weiss, Fakt ist jedoch, dass die Menschen eigentlich nur 70€ im Durchschnitt pro Monat verdienen. Dafür gibt es ohne Frage zu viele hochwertige Autos auf moldawischen Strassen.

    Gaugasien folgt in Kürze…

    Allgemein

  • Gaugasien/Bukarest Mai 2009

    Feb. 27th 2010

    By: mattg

    No comments

    Und es geht wieder weiter..

    Am 20.5.09 wollte ich, die letzte von mir als interessant eingestufte Gegend sehen. Dies sollte Gaugasien sein. Gaugasien ist eine Enklave in Moldawien, wie Transnistrien, mit dem großen Unterschied, dass es in Moldawien intergriert ist. Das heißt es gibt die gleichen Gesetze, gleiche Währung etc. Die Gaugasen stammen von den Türken ab und sind somit von den ursprünglichen Moldawien zu unterscheiden. Mein Weg sollte also an diesem Morgen in die Hauptstadt Gaugasiens führen, die entweder Komrat oder auf kyrillisch Комрат geschrieben wird. Auf dem Weg zu einem der vielzähligen und unübersichtlichen Busbahnhöfe in Chisinau stieg ich jedoch zuerst einmal in einen Bus, der mich zu einem Teil der Stadt bringen sollte, wo der gesuchte Busbahnhof absolut nicht anzufinden war. Dafür gibt es noch ein paar Bilder von diesem Teil der Stadt:

    Blumensträuße haben einen hohen Stellenwert in Moldawien. Daher gibt es eine große Anzahl an Blumenläden

    Blumensträuße haben einen hohen Stellenwert in Moldawien. Daher gibt es eine große Anzahl an Blumenläden

    Stadtpark von Chisinau. Wesentlich gepflegter als der Hamburger!

    Stadtpark von Chisinau. Wesentlich gepflegter als der Hamburger!

    Schimbarea la Fata Mantuitorului- Kathedrale

    Schimbarea la Fata Mantuitorului- Kathedrale
    Die Straßen sind ziemlich breit.. Gefahren wird wie in Italien.

    Die Straßen sind ziemlich breit.. Gefahren wird wie in Italien.

    Hier sieht man zwar überall diese schönen Straßenlaternen, allerdings sind die eher zur Zierung der Straßenränder gedacht, denn leuchten tut keine einzige Laterne nachts! Und das in einer Hauptstadt.. Nachdem ich also an der gänzlich falschen Haltestelle ausgestiegen bin und noch eine kleine Besichtungstour von Chisinau gemacht habe, ging es mithilfe einer englischsprechenden Moldawierin (endlich habe ich jemanden gefunden, der die englische Sprache beherrscht!!) in die Richtung des Busbahnhofes.

    Auf dem Weg dorthin passierte ich noch eine Polizeistation, die mit einer Tafel in den Fokus meiner Aufmerksamkeit geriet. Auf dieser Tafel waren mindestens 50 Fotos angebracht, auf denen man anfänglich schwer erkennen konnte, was sie zeigen sollten. Beim näheren Hinsehen, konnte man jedoch sehen, dass es sich hier um tote Menschen handelt, die in Verkehrsunfällen ums Leben kamen. Die Fotos waren so grausam, dass ich kein Foto gemacht habe. Zerfetze Köpfe, Arme, Beine und auf der Straße in einer Blutlache verteilte Teile des menschlichen Körpers.. Abschreckend!

    Nachdem ich endlich den richtigen Busbahnhof gefunden hatte und das richtige Marschrutka auch, ging es auf eine 2,5 stündige Fahrt. Der Bus war mal wieder komplett voll, mit Menschen und Waren, die in Chisinau von den Bäuerinnen auf dem Markt angeboten werden. Auf der ganzen Fahrt kamen uns höchstens 10 Autos entgegen, dafür aber mindestens 30 Pferdekutschen.. Auch eine Straßensperre gab es wieder, an der wir diesmal von einem Polizisten angehalten wurden. Dieser kam zwar nicht an Bord (was auch schlecht bei der Beladung möglich war), trotzdem musste der Busfahrer 10min aussteigen. Er war stinksauer als er wieder einstieg. Wahrscheinlich musste er ein paar Mäuse für die Weiterfahrt bezahlen. Und so ging es weiter durch das moldawische Hinterland. Bis hier der Lebensstandart der EU erfüllt wird, wird es sicher noch sehr viele Jahre dauern.. Auf einem Zwischenstop irgendwo in einem kleinen moldawischen Dorf:

    Marschrutkas

    Marschrutkas

    Busbahnhof in einem moldawischen Dorf. Der weiße Mercedes ist unser Marschrutka

    Busbahnhof in einem moldawischen Dorf. Der weiße Mercedes ist unser Marschrutka

    IMG_8511

    Taxis die verzweifelt auf Kundschaft warten.. Aber für die meisten ist es einfach zu teuer

    Nach dieser viertelstündige Pause in diesem moldawischen Ort, ich glaube es war Chimishliya, ging es weiter nach Gaugasien bzw. Comrat. Es gab jedoch einen großen Unterschied von nun an, denn der Fahrer hatte seine Freundin mit an Bord genommen und diese war scheinbar ein großer Fan von westeuropäischer 90iger Musik. Und so kam es, dass wir mit Dieter Bohlens „Cherry, Cherry Lady…“ Richtung Gaugasien fuhren. Aber in Moldawien ist alles möglich!

    In Comrat angekommen sah man schon am Busbahnhof wie schlecht es hier um die Menschen bestellt ist. Die meisten Menschen sitzen einfach nur tatenlos auf Bänken trinken Alkohol und beobachten andere. Ein Grund die Kamera, wie auf der gesamten Reise manchmal lieber im Rucksack zu lassen, als irgendwelche Aufmerksamkeit zu erregen.. Beim Verlassen des Busbahnhofes, erregte jedoch erst einmal etwas mein Interesse. Und das ziemlich gewaltig. Das corpus delicti war ein Renault Kangoo mit einer geschlossen Ladefläche. Im Auto saß ein jüngerer Mann, der ein großes Pappschild in die Frontscheibe gelegt hatte. Das Pappschild sagte etwas wie „TRANSPORTI A ITALIA“ auf Moldawisch. Sehr sehr merkwürdig, ein geschloßener Transporter, will einen Transport nach Italien anbieten. Bei der Arbeitslosenquote in Gaugasien um die 25% flüchten wahrscheinlich einige in die Hände von Menschenschmugglern, die sie in die EU verschiffen. Das ich so etwas auf offener Straße sehen würde, hätte ich mir nie träumen können. Ich war doch erst den vierten Tag hier!!! Ein Foto existiert leider nicht, da man hier denke ich vorsichtig sein sollte..  Nach meiner Rückkehr zum Busbahnhof war das Auto auch leider schon wieder weg. Komrat wesentlich ärmer und dreckiger als Tiraspol, wie man an den Fotos sehen kann:

    Die Kirche im Hintergrund ist das einzig sehenswerte hier..

    Die Kirche im Hintergrund ist das einzig sehenswerte hier..

    Man muss sich außerdem vorstellen, wir sind hier im Zentrum Comrats und es sieht aus, als wäre man in einem Dorf!

    Die Universität von Gaugasien

    Die Universität von Gaugasien

    Comrat

    Comrat

    Das gaugasiche Parlament

    Das gaugasiche Parlament

    Leider hat das Gegenlicht enorm gestört, ich hoffe das kann man verzeihen.. Auf dem Weg zu dem Parlament, habe ich drei nettaussehende Studentinnen angesprochen, um mir den Weg dorthin erklären zu lassen (gut, letztendlich gibts sowieso nur eine Hauptstraße an der alles ist, aber was solls). Auch hier wurde ich mit Blicken angeschaut, als wäre ich definitiv nicht aus diesem Universum.. Englisch hatten diese Damen wohl noch nie gehört, geschweige denn je einen westlichen Ausländer getroffen. Aufgrund meines Sprachtalents habe ich dann allerdings noch nach „Parlamenti“ gefragt und dann konnte mir auf russisch der Weg erklärt werden. Dafür gabs noch ein nettes „Spaciva“ (ja ich weiss, dass es anders geschrieben wird) und dann trennten sich die Wege.

    Kirche in Comrat

    Kirche in Comrat

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    Comrats Aussenbezirke

    Comrats Aussenbezirke

    Verkehrkreisel, aber auch gleichzeitig der wichtigste Verkehrsknotenpunkt Gaugasiens. So klein ja! Und so unbefahren!

    Verkehrkreisel, aber auch gleichzeitig der wichtigste Verkehrsknotenpunkt Gaugasiens. So klein ja! Und so unbefahren!

    Die Häuser sehen relativ modern aus, aber alles Marke Eigenbau und nur bedingt sicher

    Die Häuser sehen relativ modern aus, aber alles Marke Eigenbau und nur bedingt sicher

    Den Rückweg habe ich dann 3 Stunden später wieder Richtung Chisinau angetreten. Wieder 2,5 Stunden fahren und die 20 cm tiefen Schlaglöcher genießen.

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